Ideenkorb für Herausforderungen
- Mireille Gugolz

- 27. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

In meinem letzten Kurs haben wir Tränen gelacht!
Eine Teilnehmerin – ich nenne sie hier Lotta – die bei mir bereits einen vorgängigen Kurs besucht hatte, wollte von einer Situation aus ihrem Arbeitsalltag erzählen. Doch sie kam kaum dazu. Schon beim Erzählen überkam sie das Lachen. Wir liessen uns anstecken und lachten mit. Die Stimmung? Herrlich leicht.
Allmählich gelang es Lotta, zu erzählen:
«Im ersten Kurs hat mich folgende Frage beschäftigt: Wie bleibe ich ruhig, wenn meine Chefin mir mit grimmigem Blick und in Befehlston Anweisungen erteilt?»
Damals im Kurs arbeiteten wir mit der Methode des «Ideenkorbes» nach Maja Storch: Eine Person erzählt von einer herausfordernden Situation, die sie anders angehen möchte. Gemeinsam bearbeitet die Gruppe die Situation und sammelt mögliche Lösungsideen von «bodenständig-praktisch» bis «herrlich fantasievoll». Die fallbringende Person entscheidet selbst, welche Idee sie ausprobieren will.
Natürlich wollten wir wissen, welche Idee Lotta ausprobiert hatte.
«Ich habe durch die Füsse geatmet!» gluckste Lotta.
«Als meine Chefin morgens auf mich zukam, stellte ich mir vor, wie meinen Füssen eine Nase wuchs. Ich atmete durch diese imaginäre Nase ein und gaaanz lange wieder aus. Der Gedanke war so absurd, dass ich plötzlich lachen musste. Meine Chefin war irritiert. Sie fragte nach, und als ich antwortete, meine Füsse hätten soeben eine Nase bekommen, war die Verwirrung komplett. Da geschah das Unerwartete: Meine Chefin begann einfach mitzulachen. Beide standen wir da und lachten, ohne zu wissen, weshalb. Danach war alles anders. Ich war viel entspannter, konnte mich sammeln. Angst, Anspannung, Wut waren plötzlich wie weggeblasen. Und erstaunlicherweise bringt mich das Verhalten meiner Chefin seither nicht mehr aus der Fassung.»
Lottas Ideen-Geschenk zeigte Wirkung.
Bekannt ist: Bewusstes, langsames Ausatmen beruhigt ausserdem den Puls. Der Parasympathikus – der entspannende Teil des Nervensystems – wird aktiviert. Ruhe kehrt ein.
Was hier vor allem gewirkt hat, ist die Kraft von Embodiment!
Innere Bilder können Gedanken und Gefühle ganz neu ausrichten. Der Körper reagiert darauf und spielt mit, oft schneller als der Verstand es verstehen kann. Meist reagiert die Umwelt unmittelbar auf das - oft unbewusst - wahrgenommene Körpergeschehen und umgekehrt. Diese Wechselwirkung nennt sich Embodiment.
Das kreative Nasenbild gab Lotta und ihrer Situation eine neue Wendung.
Ich wünsche dir, dass du deine inneren Bilder nutzen kannst in schwierigen Momenten!
Wenn du auch so Lachen willst, wie Lotta, dann begrüsse ich dich gerne in einem Einzel-Coaching bei mir in Zürich.
Mireille Gugolz GmbH, 2026




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